Steinbruch-Schmiede
Gerd Tempel
 

Werkzeuge im Einsatz

Spaltkeile für Fräsnuten mit Beilage

Auszug aus der E-Mail von meinem Kunden, Herrn Manfred Böhme:

„Das „Bat- Research & Restoration Project" stellt sich vor:

Die gebirgige Landschaft im Norden des Sultanat Oman wird durch eine Vielzahl prähistorischer Grabbauten aus Stein bestimmt.

In den Orten Bat, Al Ayn und Khutum sind diese 4000 bis 5000 Jahre alte Monumente besonders geschützt, indem die archäologische Stätte 1988 in die UNESCO Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Seit 2006 arbeitet in Bat eine Restaurierungswerkstatt, um die Steinbauten zu konservieren.

Die Grabbauten der sogenannten Umm an-Nar Kultur waren außen mit weißen Kalksteinquadern verkleidet. Viele dieser Fassadensteine wurden im Laufe der Jahrtausende geraubt oder sind verloren gegangen.

Um an ausgewählten Beispielen Teile der Verkleidung rekonstruieren zu können, müssen die Kalksteinquader reproduziert werden. Erst dann können die noch erhaltenen Originale in das Bauwerk integriert werden.

Die Nachfertigung der Blendsteine erfolgt manuell. Es werden die gleichen Gesteinsvorkommen wie vor 4000 Jahren genutzt. Über die Abbauorte und die Techniken ist man recht gut informiert. Während man damals große Gerölle an den Felshängen heraussuchte und weiterverarbeitete, gewinnen wir heute die Rohlinge aus Abfällen in benachbarten modernen Steinbrüchen.

Für das Spalten werden Keile der Steinbruchschmiede Tempel gebraucht.

Das so restaurierte Denkmal ermöglicht erstmals eine Vorstellung von der ursprünglichen Wirkung dieser frühen Grabbauten. Es waren Konstruktionen von kegelstumpfförmiger Form, mit etwa 8 bis 10 Meter Durchmesser und 3 bis 4 Meter Höhe. Der Innenraum gliedert sich in mehrere Kammern, die durch ein falsches Gewölbe gebildet wurden.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Kultur des Sultanates Oman finanziert und durch das Deutsche Bergbaumuseum Bochum gefördert.

Copyright 2008: Bat Research & Restoration Project

mail: bat_restoration@yahoo.com